1568
Aus der Geschichte der Trösch
1568
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Mannlehenrevers des Pauli Trösch, sesshaft zu Übeschi, gegen Junker Hans Rudolf von Erlach, Herrn zu Spiez, um eine Jucharte Land beim Ägelsee zu Übeschi.
1542 Dezember 13 (uff sanct Lutien [!] tag)

Ich Pauli Trösch zu Übischi seßhafft, bekenn offentlich hiemit das ich zu einem rechtenn freyenn manlechen empfangen hab, vonn dem edlen, vestenn junckher Hans Ruodolffenn von Erlach des raths zu Bern unnd herren zu spiez, minem, g[nädigen]., liebenn herren, namlichenn ein juchartenn lands daselbst zu Übischi bim Ägelsee glägenn, stoßt einer sytenn an min gutt und sunst zue allenn orten an miner, g[nädigen]., herren von Bern gutt. So vorhin den Barfuossenn zue ghört ghept, welche juchartenn lands koüfflicher gstalt von Peter Stöckli, einem stieffvatter Henzen und Hans Wincklers säligenn kindenn, an mich kommen, mit aller rechtsame unnd zue gehörd. Inn schüelichenn wortenn das ich minem obgenantenn lehenherrenn einenn eyd gethan hab. Imme mit dem lehenn obbemelt ghorsam und gwertig zesind, imme ouch alles das zuethuend schuldig ist, ouch uff mantagen zekommen, wenn ich darumb ermant wird, somlich lechenn ouch in guttenn eeren erhaltenn, dasselbig nit zeverendern, sonders allzyt minem lehenherren sin gerechtigkeit darann vorbhalten, unnd ob ich ouch dheineß lechen wüsste oder verneme, so vom huß Spiez lechenn wär, das sich wölte verliggenn oder verschwigen werden, alldann dasselbig fürzetragenn und nit zeverschwygen werden, by minem harum gethanen eyde, ane guerd.
In krafft dis brieffs, der umb miner pitt willen mit des ersamen und wysen Dietrich Bindhämmers burgers zue Bern, eignem hieruff getrucktem insigel (doch im sunst unschädlich) verwart und geben ist uff sanct Lutien tag als man zalt fünffzechenhundet vierzig und zwey jar.

Original: StABE, HA Spiez (1542.12.13); Papier, ca. 22 x 32 cm, Papierwachssiegel von Dietrich Bindhemmer, Burger zu Bern. Dorsualnotiz: Widerbrieff Pauli Tröschen von Übischi umb ein juchartenn lands daselbst glägenn. [Andere jüngere Handschrift:] Übischen 1542. Dec. 13.
Anmerkungen
Die hier wiedergegebenen Quellen sollen möglichst integral publiziert werden. Aus Zeitmangel können die Urkunden in den Archiven leider nicht immer eingesehen und transkribiert werden, daher müssen auch bereits edierte Quellentexte wiedergegeben werden. Die Urkunden sind nach den neuen Regeln der Stiftung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ) ediert, das heisst u.a. einerseits chronologisch Gliederung; anderseits originaler Urkundentext in normaler und vom Verfasser beigefügte Kommentare, Bemerkungen usw. in kursiver Schrift und soweit möglich mit Wiedergabe der besonderen Schriftzeichen.

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