1568
Aus der Geschichte der Trösch
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Hans Trösch und Ulli Scherrer kaufen im Namen der Bruderschaft der Bauleute von Zofingen einen Acker an der Wigger.
1414 April 25 (mitwuchen vor dem meigentag)

Ich Hans Gelterking schultheß ze Zovingen bekenn und tun kunt menlichem mit disem brieff, daz ich in namen und an stat der durluchten höchgeborne fürsten miner gnedigen herrschaft der herzogen ze Österrich da für mich in offen und verbannen gericht kame do ich offenlich ze gericht sazz Zovingen in der stat do man gewonlich richtet der erber knecht Henczmann Zuloff burger ze Zovingen an einem teil und die erbern Hans Trösch und Ulli Scherrer in namen und an stat der brüderschaft der bulüten ze Zovingen an dem andern teil. Und offnet und veriachen da vor mir in gericht mit fürsprechen der selb an dem ersten teil wie daz er mit guter williger vorbetrachtung dur sines pessers nutzes willen meren schaden hie mit ze verkomende für sich und all sin erben verkoft und ze koffen geben hette eins ewigen kofs mit aller der sicherheit da mit ein koff nach recht oder gewonheit vestenklich bestan mag. Den vorgenant zweien personen an stat der vorgenant bruderschaft und iren nachkomen ledklich all sin rechtung vordrung und zuspruch ledig und los so er hett oder in dehein wise haben möht zu dem acher ist ein brach juchert gelegen im Segot veld unden an Rütingers acher und stosset uff die Wign für fry ledig eigen buwet Jenne Dietsche und git vier stebler pfennig für zins und zehenden und git jerlich ein mut dinkel Zovingen mess uff sant Andres tag ze veren und wer der koff beschechen umb fünf gulden gut genem und vollen swer an geld und an gewicht, dero ouch er gar und genczlich von den obgenanten Hans Tröschen und Vlli Scherrer gewert were und in sine nutz gezogen hett des er sich bekant mit disem brieff und also gieng dar der obgenant Henczman Zuloff gab uff vertget und verzoch sich des obgenanten achers und aller sin rechtung vorderung und zu spruch für sich und sin erben mit sin selbs hand in min handt von des gerichtes wegen all ansprach so er hett oder in dehein wise haben möcht zu dem vorgenten verkoften acher. Und vertget ichs do ze glicher wise mit nützlicher gewer mit miner hant in hant vnd gewalt der obgenanten Hans Tröschen und Vlli Scherrer in namen und an stat der gantzen bruderschaft und iren nachkomen ouch von des gerichtes wegen als gericht und urteil gab vnd recht was, so ferr daz nach miner vrfrag einhelklich uff den eid erteilt ward von allen den den so in gericht waren und gefragt wurden daz das uffgeben vertgen und emphahen mit miner hand als recht und redlichen mit aller gewahrsame worten und werthen so von recht oder gewonheit der stat und des gerichtes ze Zovingen in dehein wise dar zu gehört beschechen sig das es billich kraft und macht haben und stet und vest beliben sol nu und hie nach ewenklich an all gewerd und wann nu diss also vor mir beschechen und volfurt ist und ein urkund des har über ze geben erteilt ward und ich denn von des gerichtes wegen besiglen solt, so han ich obgenanter schultheß und richter min insigel von des gerichtes und durch beder teil bett [?] willen offenlich gehenkt an disen brieff. Hie by waren und sind gezüge diss nach benempte erber lüt Peter Ruber, Rutschman Roregger, Welte Schücz, Ulrich Wagenstark, Ruedi Scherrer, Hans Keiser der alt schriber, Ulrich Huber, Hensle Illenbrecht, Hensle Segot, Welte Stekholz vnd ander erber lüten genueg. Geben an mitwuchen vor dem meigentag des jares da man zalt von Cristus geburt vierzehenhundert und vierzehen.

Original: StadtA Zofingen U 156, 29 x 20.5 cm. Pergament, in Plica eingehängtes Siegel von Schultheiss Hans Gelterking. Regest in Merz, Walther: Die Urkunden des Stadtarchivs Zofingen, Aarau 1915, 116.
Anmerkungen
Die hier wiedergegebenen Quellen sollen möglichst integral publiziert werden. Aus Zeitmangel können die Urkunden in den Archiven leider nicht immer eingesehen und transkribiert werden, daher müssen auch bereits edierte Quellentexte wiedergegeben werden. Die Urkunden sind nach den neuen Regeln der Stiftung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ) ediert, das heisst u.a. einerseits chronologisch Gliederung; anderseits originaler Urkundentext in normaler und vom Verfasser beigefügte Kommentare, Bemerkungen usw. in kursiver Schrift und soweit möglich mit Wiedergabe der besonderen Schriftzeichen.

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